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Deutscher Ex-Botschafter attestiert Ankara 34 Std.

Deutscher Ex-Botschafter attestiert Ankara "neoosmanisches Denken"

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Diplomat Erdmann wirbt trotz Spannungen für Fortsetzung von EU-Beitrittgesprächen. Deutschlands ehemaliger Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, hat der Regierung in Ankara "neoosmanisches Denken" attestiert. Im Deutschlandfunk sagte Erdmann am Sonntag, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wünsche sich für sein Land eine Rolle, die das Osmanische Reich bis Anfang des 20. Jahrhunderts gespielt habe - als bedeutende Ordnungsmacht in der Region und weit darüber hinaus bis zum Balkan. Es sei aber völlig klar, dass dies nicht umsetzbar sei. Die Entwicklungen etwa in den Bereichen Justizwesen, Pressefreiheit und Außenpolitik nannte Erdmann "verstörend". Trotzdem warb er für eine Fortsetzung der Verhandlungen über einen Beitritt der Türkei zur EU. In der Türkei seien mit den Beitrittsverhandlungen große Hoffnungen verbunden, als Mechanismus, der es erlaube, innerstaatliche Reformen von außen anzustoßen. 2018 hatte der Europäische Rat beschlossen, die Verhandlungen nicht fortzuführen. Sie sind formal nicht beendet.
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